BVB und VfB noch ungeschlagen
Borussia Dortmund konnte sich im Spiel gegen Hansa Rostock durchsetzen.
Borussia Dortmund konnte sich im Spiel gegen Hansa Rostock durchsetzen.
Peter Krüger

Was für Fans hat diese TSG-Truppe: Trotz dreier Niederlagen, darunter einer herben 0:8-Klatsche gegen Werder Bremen, feuerten die mitgereisten Neustrelitzer ihre Truppe auch im vierten Spiel lautstark an. Allein, die Berliner Hertha machte ganz schnell deutlich, dass sie sich von den Strelitzern kein Bein stellen lassen will. Maximilian Reißner und Noel Atom mit Doppelpacks sowie Lukas Michelbrink schossen den sicheren Hertha-Sieg heraus. Aber wie jede gelungene Parade des bedauernswerten Paul Reysner von den TSG-Fans bejubelt wurde, hatte einfach Klasse. 

Ein Traumkombination von Glory Kiveta auf Maxim Root brachte die noch punktlosen Braunschweiger gegen den FC Augsburg in Führung. Das machte die Eintracht-Jungs selbstbewusster. Len-Luca Schneider zog einfach mal vom Mittelkreis ab und traf haargenau die rechte untere Torecke. 3:30 Minuten vor Schluss zeigte FC-Kicker Kaan Bengi allerdings, dass er auch richtig maßnehmen kann und donnerte einen Fernschuss rechts halbhoch zum Anschlusstreffer ins Netz. Für mehr reichte es aber nicht, die Eintracht fuhr die ersten Turnierpunkte ein.

Mit dem "New York Groove" machte Hallensprecher Struppi dem FC Hansa Beine und ein Pfostenschuss von Matheo Venohr deutete Wirkung an. Aber dann ließen die Rostocker den torgefährlichen Vincenzo Onofrietti durch die Mitte spazieren und abziehen. Schlussmann Melvin Galinsky tauchte noch ab, konnte aber nicht kräftig genug zupacken. Danach spielte sich das Geschehen auf dem Platz nahezu komplett in der Dortmunder Hälfte ab. Aber da nicht Spielanteile zählen, sondern Tore, ging das Match für Hansa verloren.

Das bis dahin schnellste Turniertor nach Anpfiff eines Spiels erzielte Yasin Raouafi für den VfB. Ball zurück auf den Torwart, der legt nach rechts ab, eine Finte - und peng. Davon mussten sich die Bayer-Knaben erstmal erholen. Schlussmann Ben Nilson wagte sich dabei weit nach vor und versuchte, seinen Gegenüber Dennis Seimen, der selbst schon einen Turniertreffer erzielt hatte, mit einem 20-Meter-Schuss zu überwinden. Danach probierten es die 04er mit dem Rezept aus Spiel eins und stellten Feldspieler Klaus-Simas Suso ins Tor. Doch der ließ sich bei einem Vorstoß den Ball abnehmen und so konnte Luca Battista für den VfB das Endresultat noch etwas klarer gestalten.

Leipzigs Kapitän Yousef Qashi zeigte gegen Werder Bremen wahre Führungs-Qualitäten. Er fing einen Ball ab, schaltete um und drückte den Ball klug am Werder-Keeper vorbei ins Tor. Da wollte Teamkollege Kurt Pestel nicht nachstehen und kopierte dieses Muster ein paar Minuten später nochmal. Der laxe Spielaufbau brachte die Bremer so gleich doppelt um jede Chance. 

Lanroy Machine hieß der einzige Torschütze in der Partie Metz gegen Hoffenheim. Beide Teams wirkten schon etwas müde, der junge Franzose setzte sich nach einer Balleroberung schön durch und markierte den Siegtreffer.

Die Spielrunde vier beschlossen Hertha BSC und Sparta Prag. Lukas Michelbrink sorgte für eine schnelle Führung der Berliner und köpfte den Ball mit purem Einsatz und Willen über Spartas Schlussmann ins Netz. Nach einem Fehler der Tschechen legte er gleich nochmal nach, ehe sich auch sein Teamkollege mit dem explosiven Namen Noel Atom in die Torschützenliste eintrug. Hertha ließ nichts anbrennen und schaukelte den Sieg nach einem weiteren Freistoßtreffer von Oliver Roelke souverän nach Hause.

Jörg Franze