Franzosen wollen unter die ersten Vier kommen
"Die Granatroten" hier mal in schwarz-weiß: Der FC Metz ist bereit für den 6. Januar.
"Die Granatroten" hier mal in schwarz-weiß: Der FC Metz ist bereit für den 6. Januar.
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„Wir haben keine Zweifel daran, dass es eines der besten Turniere Deutschlands ist.“ Trainer François Juville reist mit der U13-Mannschaft des FC Metz das erste Mal zum Fußball-Knabenturnier. „Für uns ist die Teilnahme in Neubrandenburg ein enormes Vergnügen.“ Sein Jugend-Team hat bereits internationale Erfahrungen gesammelt.

Regelmäßig komme der französische Nachwuchs nach Deutschland, um dort an Turnieren teilzunehmen oder Spiele zu bestreiten. Im August dieses Jahres traf die U13 bereits bei einem Turnier in Pirmasens auf die TSG Hoffenheim, gegen die der Club auch beim Knabenturnier in Staffel 1 antreten wird. „Ich kenne die anderen deutschen Mannschaften auch sehr gut, weil Metznah an der deutschen Grenze liegt und ich daher oft in Deutschland bin“, sagt Juville. Die Profis des FC Metz spielen derzeit in der Ligue 1 – der ersten französischen Liga.

Wegen ihrer granatroten Trikots werden sie auch „Les Grenats“ genannt. Das Wappentier ist ein Drache namens Graoully. Zu den berühmten Ehemaligen im Profi-Kader des Clubs zählt Franck Ribéry, der in der Saison 2004/05 20 Spiele für Metz bestritt.

„Unsere Stärke ist das Kollektiv“, sagt Jugendtrainer Juville. Die Jungen liebten es, Fußball mit- und füreinander zu spielen. „Wir haben sehr gute Offensiv-Spieler.“ Zu den Zielen beim Knabenturnier sagt der 48-Jährige daher auch: „Wir treten bei jedem Spiel an, um zu gewinnen. Unser Ziel in Neubrandenburg ist es, unter die ersten Vier zu kommen.“

Im Wesentlichen spiele das Jugend-Team gegen U14-Mannschaften in Frankreich, aber auch in Belgien und Luxemburg. An der heimischen Meisterschaft nehme die U13 nicht teil, weil diese Altersklasse in Frankreich in der Regel im Modus acht-gegen-acht auf halbem Feld spielt. „In Metz aber haben wir uns vor einigen Saisons dazu entschieden, ausschließlich elf-gegen-elf auf dem großen Feld zu spielen.“ Das Saison-Debüt sei bislang gut gelaufen. Die Jungen, die ausnahmslos 2005 geboren sind, hätten sich gekonnt an das System mit elf Spielern angepasst und entwickelten sich sehr gut weiter.

Durch seine langjährige Erfahrung weiß Trainer Juville, wie wichtig die Vorbereitung ist. Deswegen tritt die U13 im Dezember bei gleich zwei Turnieren in Paris und der Bretagne an. „Wir werden mehrmals in der Halle trainieren, um bereit für den 6. Januar zu sein“, ergänzt Juville.

Friederike Zörner