Werder hat den Pokal mit im Koffer
Was für eine Freude: Beim 51. Knabenturnier holte sich Werder den Pokal
Was für eine Freude: Beim 51. Knabenturnier holte sich Werder den Pokal
Heiko Brosin

Markus Wehrle reist mit ordentlich Gepäck nach Neubrandenburg. Der Titelverteidiger bringt nicht nur den Siegerpokal von der 51. Auflage des Fußball-Knabenturniers mit, sondern auch reichlich Offensivpower. In der Bremer Stadtliga der U15-Junioren stehen die Bremer unangefochten an der Spitze. Aus elf Spielen holte der Werder-Nachwuchs elf Siege und erzielte 85:12 Tore. Eine beeindruckende Bilanz – selbst U15-Teams können die grün-weißen Jungs nicht stoppen, zumindest auf dem Rasen.

Das sieht unter dem Hallendach schon anders aus. Da fehlt ihnen die Erfahrung. „In der Halle zu spielen ist schon etwas anderes, als auf dem Feld. Deswegen will ich das Team auch nicht unter Druck setzen“, erklärt Werle. Wenn die Mannschaft im Januar im vorderen Drittel landen würde, wäre er schon zufrieden. Und das, obwohl Werder unter ihm in diesem Jahr den Titel holte.

Der 46-jährige Trainer weiß um die Qualitäten seines Teams, möchte dabei aber niemanden in den Vordergrund stellen: „Wir haben einen sehr guten Jahrgang und ein starkes Kollektiv.“ Ihre Stärken lägen vor allem im offensiven Pressen. Die daraus entstehenden Chancen wissen sie geschickt zu nutzen.

Werle ist sehr stolz auf seine Jungs, die alle Jahrgang 2005 sind. Das viele Training mache sich bezahlbar, bis zu viermal stehen sie gemeinsam auf dem Platz. „Diese Intensität haben viele andere Teams nicht,“ so der Trainer. Dadurch sei die Kondition der jungen Torschützen sehr gut entwickelt. Das Team wäre sehr dynamisch und findet schnell spielerische Lösungen. „Nicht in jedem Jahrgang ist das der Fall. Wir sind schon ziemlich gut besetzt,“ erklärt Werle, der mit dem häufigen Training zeitlich eng eingebunden ist.

Die Jungs trainiert Werle bereits das zweite Jahr und so konnte er sich schon im Januar ein Bild von den anderen Mannschaften beim Knabenturnier verschaffen. Wie schon auf dem Weg zum Titel treffen sie bei der 52. Auflage in der Vorrunde auf RB Leipzig, Borussia Dortmund und Hansa Rostock, gegen die Werder ihre Auftaktpartie mit 3:0 verloren hatte. Dazu kommen Hertha BSC, TSG Neustrelitz und Sparta Prag.

Bei den bisherigen Turnieren zeigte die U13-Mannschaft unterschiedliche Leistungen. Mit einem siebten Platz blieben sie deutlich unter ihren bisherigen Leistungen, bei einem Hallen-Event in Bad Salzuflen holten die Bremer immerhin den dritten Platz. Daher möchte Werle die Ansprüche für den Januar nicht zu hoch setzen. Er ist zufrieden mit den Leistungen seiner Jungs. Dass sie es mit Knabenturnier-Teams aufnehmen können, haben sie schon mit einem 2:1-Sieg über Eintracht Braunschweig gezeigt. Im Januar können beide Teams aber frühestens im Halbfinale aufeinandertreffen, da sie in verschiedenen Gruppen eingeteilt sind. Über einen Finalsieg würde sich Werle aber nicht beschweren. Dann könnte er den Siegerpokal wieder mit an die Weser nehmen.

Sophia Brandt