Gelingt Hansa zum Jubiläum die Überraschung?
Wie hier beim 50. Turnier wollen die Hansa-Kicker auch 2018 wieder im Jahnsportforum jubeln.
Wie hier beim 50. Turnier wollen die Hansa-Kicker auch 2018 wieder im Jahnsportforum jubeln.
Heiko Brosin

Genau 40 Jahre sind vergangen, seit Hansa Rostock am 8. Januar 1978 das Knabenturnier zum ersten Mal gewann. Und vor 25 Jahren, am 9. Januar 1993, gelang dann der erste Erfolg nach der Wende, als man Mannschaften wie Werder Bremen und Bayern München bereits in der Vorrunde auf die Plätze verweisen konnte und zum insgesamt zweiten Mal in Neubrandenburg triumphierte. Ob die Hanseaten ausgerechnet im Jubiläumsjahr dieser beiden Erfolge wieder ganz oben mitmischen können, ist ungewiss, scheint aber auch nicht völlig ausgeschlossen.

„Unsere 2005er sind insgesamt ein guter Jahrgang mit viel Potenzial, sowohl in der Breite als auch in der Spitze. Doch eine Prognose ist schwierig, da bei den Turnierspielen, die auf dem engen Feld nur über zehn Minuten gehen, natürlich auch immer ein bisschen Glück dazugehört“, glaubt Trainer Oliver Scheel und ergänzt: „Am Ende entscheidet auch die Tagesform. Dabei hoffe ich, dass sich meine Mannschaft von der Euphorie und der großen Zuschauerkulisse tragen lässt.“

Der aktuelle Trainer hat die Mannschaft vor zweieinhalb Jahren als U 11 übernommen und im vergangenen Sommer mit vier Neuzugängen auf eine Kadergröße von 17 Spielern vergrößert. Immerhin wechseln die Rostocker schon mit Beginn der zweiten Halbserie auf das größere 9er-Feld, nachdem sie sich souverän für die Verbandsliga-Endrunde der besten sechs Mannschaften qualifiziert haben. Dass sie dabei die – mit Abstand – meisten Tore geschossen haben, unterstreicht die Qualität der Hansa-Youngster. Mit diesem Trumpf wollen sie auch auf dem Neubrandenburger Parkett punkten, obwohl die Vorbereitung auf den Saisonhöhepunkt nicht optimal war: „Früher wurden wir noch öfter zu anderen gut besetzten Hallenturnieren eingeladen und konnten uns schon dort mit Nachwuchsteams von Bundesligisten messen. Seit unsere erste Mannschaft nur noch in der 3. Liga spielt, ist dies leider nicht mehr der Fall“, bedauert der 40-jährige Trainer, der damit genauso alt ist wie der erste Triumph von Hansa in Neubrandenburg.

Seine heutigen Schützlinge hingegen wurden im Jahre 2005 geboren, als die Kogge zum bislang letzten Mal das Neubrandenburger Knabenturnier gewinnen konnte. Vielleicht schließt sich im Januar mit einer positiven Überraschung ja tatsächlich der Kreis!

Dirk Harten