Stadtwerke Neubrandenburg

Was gibt’s Neues vom Knabenturnier?

Borussia Dortmund hat  das 52. Fußball-Knabenturnier des Nordkurier in Neubrandenburg gewonnen. Durch ein goldenes Tor 1:20 Minuten vor Schluss besiegten die Westfalen in einem hat umkämpften Finale den VfB Stuttgart mit 1:0. Matlob Asadov sprintete in ein Zuspiel der Stuttgarter, zog nach ein, zwei Schritten ab und überwand den guten Stuttgarter Torwart Dennis Seimen. Zuvor hatten sich beide Teams nichts geschenkt und das Finale zu einem würdigen Abschluss des Turniers werden lassen. Beide Endspiel-Gegner hatten die Gruppenphase als jeweiliger Tabellenerster ungeschlagen überstanden und sich auch im Halbfinale keine Blöße gegeben. Den 3. Platz holte sich RB Leipzig mit einem 4:3 nach Neunmeterschießen gegen den FC Metz. 

 

Folgende individuellen Auszeichnungen wurden vergeben:

Auffälligster Spieler: Benjamin Mashollaj - Werder Bremen

Gefährlichster Torschütze: Dido Bachammer - FC Metz

Auffälligster Torhüter: Dennis Seimen - VfB Stuttgart

Super-Tor des Turniers: Elly Böttcher - 1. FC Neubrandenburg

Der VfB Stuttgart und RB Leipzig spielen den ersten Finalisten aus. Benjamin Boakye prüft dabei zunächst Leipzigs Keeper, der besteht den ersten Test. Als er aber einem langen Ball entgegenläuft, umspielt ihn Boakye und netzt ein. Der junge Stuttgarter macht vorn ordentlich WIrbel und guckt immer wieder Lücken aus oder setzt bei verspringenden Bällen nach. 

Leipzig macht danach etwas mehr Ballett, aber die nächste dicke Chance hat VfBler Andrej Mandic, der eine Vorlage erläuft, aber das Leder an den linken Pfosten setzt. Stuttgarts Keeper Dennis Seimen, der im Turnierverlauf einige Ausflüge ins Feld wagte, bleibt jetzt brav in seinem Tor. Und hat dort bei Distanzschüssen nach mehreren Ecken auch gut zu tun. Riccardo Maria Krizan verschafft dann mit seinem Abstaubertor den Schwaben etwas mehr Luft und Sicherheit. So erkombinieren sich Krizan, Boakye und Luca Battista fast noch das 3:0, aber es bleibt bei den zwei Toren. Stuttgart ist im Finale.

Der Gegner wird zwischen Turnier-Dauergast Borussia Dortmund und Neuling FC Metz ermittelt, die sich bei ihrer Premiere in Neubrandenburg technisch versiert und spielerisch überzeugend präsentierten. Mats Feckler kommt nach einer Hereingabe von Luca Erdelkamp einen viertel Schritt zu spät für das erste Tor. Das fällt auf der Gegenseite, Antonin Melis drischt einen abgelegten Freistoß in den rechten Dreiangel. Genau dort schlägt auch der Schuss von Luca Erdelkamp ein, der einen Ball erobert und sich vor dem französischen Tor durchsetzt. Ein munteres Match. Nach weiteren Möglichkeiten auf beiden Seiten ist es BVB-Mann Matlob Asadov, der eine Ecke butterweich mit dem Außenrist abtropfen lässt und ins Tor schlenzt. Damit kämpfen die Schwarz-Gelben um den Turniersieg.

Im Neunmeterschießen um Platz 13 stehen sich die TSG Neustrelitz und Eintracht Braunschweig gegenüber. Beckert bringt Braunschweig in Führung, anschließend vergibt der Neustrelitzer Hünemörder. Während Dech an den Pfosten schießt, sorgt Lindner für den Ausgleich. Schneider bringt die Eintracht wieder in Front, Malchow vergibt für die TSG und beschert dem Team damit die rote Laterne.

Um Platz 11 kämpfen der FC Augsburg und Sparta Prag vom Punkt. Divis trifft für Prag, Augsburgs Tormann Eicher scheitert an  seinem Gegenüber. Dafür hält er den Schuss von Horak. Kaza legt für Prag vor, Ivelj knallt den Ball unter die Latte, aber er springt nicht ins Tor.

Es folgt das Duell um die MV-Landesmeisterschaft: Hansa Rostock und der 1. FC Neubrandenburg schießen das per Strafstoß aus. Liebich legt für die Neubrandenburger vor und trifft rechts halbhoch. Rechts unten schlägt der Schuss von Bock ein. FCN-Kapitän Abrahams jagt den Ball rechts neben das Tor, während Mohammadi für Rostock trifft. Elly Böttcher hält den FCN mit einem Tor links unten im Spiel, aber Venohr sichert der Kogge den Spitzenplatz unter der MV-D-Jugend. 

Genug mit den Duellen vom Punkt, Hoffenheim und Hertha BSC dürfen Platz sieben jetzt wieder ausspielen. Herthaner Darijan Silic setzt von der Strafraumgrenze die erste Duftmarke. Berlin setzt auf Powerplay und hat damit Erfolg. Maximilian Reißner kann eine Balleroberung krönen, in dem er das Leder rechts am Hoffenheim-Keeper vorbeischiebt. Mit breiter Brust behauptet sich Pal Dardais Sohn Bence nach einem Anspiel vor dem gegnerischen Tor, dreht sich einmal um die eigene Achse und legt nach. Max Reißner macht es dann deutlich. Hoffenheim findet praktisch nicht statt und schafft auch keinen Ehrentreffer mehr.

Werder Bremen und Bayer Leverkusen kämpfen bei ihrem letzten Auftritt des 52. Knabenturniers um Platz fünf. Nico Lisewski heißt der junge Mann, der dem Werks-Sechser mit einem Tor lange das Gefühl beschert, sich diesen Rang sichern zu können. Doch eine Minute vor Schluss kann Benjamin Mashollaj für die tapfer kämpfenden Werderaner ausgleichen. Und bringt sein Team ins Neunmeterschießen. Für Leverkusen verschießt Süne, dann treffen Gawenda, Bludau und Zyla. Bremen hat durch Mashollaj und Dudock zunächst die Oberhand, doch Szarmach und Gamberg scheitern.

Im Duell um Platz 3 dürfen die Gäste aus Frankreich noch einmal ran. Sie haben mit vielen schönen Dribblings und Kombinationen das Turnier bereichert. Sieben Minuten passiert nichts, dann schlagen beide 4er zu: Jibnil Dor schießt Metz in Front, Julius Finn Mehnert gleicht im Gegenzug aus. Der auffällige Dido Bachammar hat für die Franzosen noch eine Gelegenheit, aber er verzieht. Und es folgt noch ein Duell vom Punkt. Dor und Bachammer treffen für Metz, doch Machine drischt den Ball gegen die Latte. Leipzigs Schützen Köhler, Sarikaya und Mehnert geben sich keine Blöße. 

 

Die jungen TSG-Knaben werden von ihren Fans im letzten Gruppenspiel genau so gefeiert wie vor dem ersten. Aber auf dem Platz geraten die Neustrelitzer schnell in Rückstand, der junge Spartaner äh Prager, Roman Horak schenkt ihnen zwei Buden ein. Und die Tschechen lassen nicht nach, während bei der TSG die Fehler zunehmen. Arsen Vitarigov, Jakub Tosnar und Sebastian Divis schrauben das Ergebnis in die Höhe. Egal, die Fans aus Neustrelitz trommeln für ihre Jungs. Aber Tosnar nach einer Ecke macht das halbe Dutzend Tore für Sparta Prag voll.

Die Stuttgarter haben die Halbfinal-Teilnahme schon vor ihrem letzten Gruppenspiel sicher. Vielleicht reißen sie sich deshalb gegen die Braunschweiger Eintracht als Gruppenletzten kein Bein aus. Die Niedersachsen scheitern kurz vor Schluss mit einem Freistoß am guten VfB-Keeper Dennis Seimen. Und kassieren im Gegenzug noch einen Treffer, der ihren letzten Tabellenplatz festklopft. Benjamin Boakye trifft für Halbfinalist Stuttgart.

Der BVB ist ebenfalls sicher im Halbfinale, aber setzt im letzten Gruppenspiel gegen Werder Bremen weiter auf Angriff. Kapitän Reber Babir spielt die Bremer schwindlig, Mats Feckler ist es aber, der eine Chance vollendet und den Ball über die Linie köpft. In einer Ecke der Halle bringt sich ein Häuflein Dortmund-Fans derweil schon lautstark in Stimmung für die kommende Halbfinal-Aufgabe ihre Lieblingsteams. Rotschopf Can Kocaarslan spornt das irgendwie an, mit sattem Schuss ins linke Toreck sorgt er für den Endstand.

Hoffenheim und Augsburg spielen im letzten Gruppenauftritt nur um die Ehre. Hoffenheims Keeper Oliver Wilhelm kann sich noch mal auszeichnen und entschärft einen Distanzschuss der Augsburger. Doch dann lenkt ihm der eigene Teamkollege Lars Strobl einen weiteren Kracher von FC-Kicker Kaan Bengi ins Netz. Fin Luederwald kann eine Minute vor Schluss allerdings ausgleichen und sorgt damit zugleich dafür, dass die Augsburger in der Tabelle hinter den FCN zurückfallen. 

"Hansa forever" setzt den hymnenmäßigen Schlusspunkt unter den Gruppenspieltag der Rostocker. Die jungen Küstenkicker verdienen sich gegen Hertha BSC noch mal ein Fleiß-Bienchen, das Theo Stein dann durchsetzungsstark mit einem Sturmlauf durch die Mitte auch in Zählbares umwandelt. Während der Sirtaki die Halle noch einmal heißlaufen lässt, verteidigen die jungen Koggen-Kapitäne mit Mann und Maus den knappen Vorsprung. Ein Stolperer des Hertha-Schlussmanns lässt fast ein zweites Tor fallen, aber nur fast. Doch der eine Treffer reicht Hansa schließlich.

Ein Kuller-Distanzschuss von Klaus-Simas Suso sichert Bayer Leverkusen den Sieg gegen den bereits als Halbfinalist feststehenden Gegner aus Metz. Die Franzosen gehen nicht mehr mit letzter Konsequenz in die Zweikämpfe, so dass es am Ende nichts wird mit dem Gruppensieg. Damit steht ihnen ein Halbfinal-Duell gegen den BVB bevor.

Der Gegner der Stuttgarter im anderen Halbfinale entscheidet sich im letzten Gruppenspiel des Tages. RB Leipzig hat es selbst in der Hand und lässt nichts anbrennen. Kurt Pestel mit seinem vierten Truniertreffer bringt die Rasenballsportler gegen Sparta Prag in Führung, wenig später steht es bereits 2:0. In der Halle breitet sich schon die Ruhe vor dem Sturm aus, wenn die regionalen Teams im Neunmeterschießen um Plätze kämpfen. Sammy Mohammad setzt mit einem Kabinettstückchen, einem satten Fernschuss mit dem Außenrist, den Schlusspunkt.