RB-BVB

In der Herren-Bundesliga wär's ein Spitzenspiel, beim Knabenturnier sieht es etwas anders aus. Borussia Dortmund marschiert schnurstracks Richtung Halbfinale, während RB Leipzig in fünf Spielen gerade mal zwei Unentschieden erkämpft hat. Was heißt das also für dieses Spiel im Speziellen? Gar nichts. Also los, Anpfiff!

Leipzig tut sich schwer mit dem Spielaufbau, Dortmund etwas weniger mit dem Toreschießen: 1:0 durch Ousmane Diallo. Es folgt ein Pfostenkracher von BVB-Stratege Semin Kojic und die Erkenntnis von RB-Trainer Tom Stuckey, dass das hier noch verdammt lange sieben Minuten werden können. Geile Abwehrarbeit von Samuel Bamba, der einen Ballgewinn so ganz einfach aussehen lässt und Millisekunden später schon den Gegenangriff mit einem klugen Steilpass einleitet.

Aber schon der Wahnsinn, wie engagiert RB Leipzig hier weiter angreift, immer und immer wieder. Der BVB lehnt sich etwas zurück und harrt der Dinge, die da kommen, im besten Fall eben der entscheidende Konter. Leo Morgenstern taucht urplötzlich vor dem Dortmunder Tor auf und zwingt Torwart Ferruh Ocakkaya zu einer waghalsigen Rettungsaktion. Noch drei Minuten ...

Ganz schön mutig, die weiten Ausflüge von Ocakkaya, der hier sich immer wieder ins Aufbauspiel der Schwarzgelben einmischt. Aber irgendwie auch kein Wunder, weiß er doch in seiner Offensive die geballe Angriffskraft eines Ousmane Diallo, der hundert Sekunden vor dem Abpfiff mit dem 2:0 die Vorentscheidung bringt. Dortmund mit zwölf Punkten und einem Restspiel damit sicher im Halbfinale - und an dieser Diagnose ändert auch das späte 3:0 durch Diallo (Hattrick!) nichts.

Glückwunsch nach Westfalen!